Alte Synagoge Haus der jüdischen Kultur

Ab Mittwoch, 1. September, zeigt die Alte Synagoge Essen eine neue Wechselausstellung mit dem Titel "Helfen bedeutet leben. Jacob Teitel und der Verband russischer Juden in Deutschland (1920–1935)".

Die Vernissage findet am Mittwoch, 1. September, um 18 Uhr statt. Die Einführung übernimmt die Ausstellungskuratorin Dr. Elena Solomski aus Düsseldorf.

Zum inhalt der ausstellung

Nach der Russischen Revolution von 1917 und dem folgenden blutigen Bürgerkrieg mit seinen Pogromen flüchteten Tausende Juden aus Russland nach Deutschland. Hier erwartete sie häufig ein Leben in Armut, gesellschaftlicher Randständigkeit und Unsicherheit. Mit dem Verband russischer Juden organisierte der "heitere Gerechte", Jacob Teitel (1850–1939), materielle Hilfe und verlor nie das Wichtigste aus den Augen: Die Würde des Menschen.

Im Fokus der Ausstellung steht das Lebenswerk von Jacob Teitel (1850–1939) und die Tätigkeit des Verbandes russischer Juden in Deutschland (1920–1935) – eine führende Selbsthilfeorganisation der aus Russland eingewanderten Flüchtlinge. Ein Kapitel der Ausstellung widmet sich zudem der Tätigkeit der Kinderorganisationen, welche Jacob Teitel in Berlin initiierte – die Weltvereinigung „Kinder-Freunde“ sowie das Teitel‘sche Kinder- und Jugendhaus. Es erläutert die Entstehung der modernen Pädagogik in Bezug auf die Flüchtlingskinder.

Die Besonderheit der Ausstellung besteht darin, dass die gezeigten Dokumente, Fotografien und Archivalien erstmals die russisch-jüdische Einwanderung in Deutschland (Persönlichkeiten und Vereinigungen) als Bestandteil der Flüchtlingsgeschichte zeigen. Damit wird die Rolle der jüdischen Einwanderung in der Geschichte Deutschlands deutlich und die Bedeutung der humanistischen Tätigkeit einer internationalen Flüchtlingsorganisation sichtbar.

Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Teilnehmerzahl für die Vernissage ist begrenzt. Platzkarten für die Eröffnung können telefonisch beim Sekretariat der Alten Synagoge Essen (Telefon: 0201 88-45218) bestellt werden. Der Eintritt ist frei.

Muhabirce/Foto: Peter Prengel-Stadt Essen/ESSEN

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